Die Stiftung und der Förderverein in der Presse (Eine Auswahl)
Presse 2009
Ostsee-Zeitung Greifswald · Freitag, 04.12.2009
Restaurator dokumentiert ersten Prunksarkophag
Die barocken Grablegen im Dom sind bedeutende Zeugnisse der Stadtgeschichte. Wolfgang Hofmann erarbeitet jetzt für einen der acht Särge eine Dokumentation. Ziel ist es, ihn zu restaurieren.
Restaurator dokumentiert ersten Prunksarkophag
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Greifswald. Der Zahn der Zeit nagte bereits mächtig an der Grablege von Burchard Müller von der Lühne. Ein General, der unsere Stadt 1659 erfolgreich gegen den Großfürsten verteidigt hatte. Die Zinnplatten weisen besonders im unteren Bereich deutliche Korrosionsschäden auf. Der Sargdeckel ist stark deformiert. Verglichen mit den anderen sieben Prunksärgen in der Scheffel-Lembkeschen Kapelle des Doms St. Nikolai ist der des Kommandanten aber relativ gut erhalten. „Und er enthält als einziger keine Überreste mehr“, begründet Metallrestaurator Wolfgang Hofmann seine Wahl, ausgerechnet dieses Objekt zu dokumentieren. Seit dem Spätsommer beschäftigt sich der Wolgaster immer wieder mit diesem Sarg, um eine sogenannte denkmalpflegerische Zielstellung zu erarbeiten. „Sie bildet zusammen mit der Restaurierungskonzeption die Handlungsgrundlage für die spätere Arbeit“, erklärt der 61-Jährige, der im Übrigen auch die bedeutenden Prunksarkophage der Herzöge von Pommern-Wolgast restaurierte.
Einfach anfangen geht also nicht. „Schließlich muss vorher genau mit dem Auftraggeber und der Denkmalbehörde geklärt werden, ob deformierte Teile gerade gebogen, Fehlstellen ergänzt werden sollen oder eben auch nicht“, nennt Wolfgang Hofmann Beispiele. Da es sich um ein „hochrangiges Kulturgut“ handele, bedarf es auch während der Restaurierung permanenter Absprachen.
Doch so weit ist es noch lange nicht. Denn die Erhaltung der Sarkophage koste Geld, das noch nicht beisammen ist. Ivo Asmus, Vorsitzender des Fördervereins Schwedisches Kulturerbe in Pommern, ist deshalb froh, „mit Spenden erst einmal diese Vorarbeiten auf den Weg gebracht zu haben.“ Er und seine Mitstreiter setzen sich gemeinsam mit dem Förderverein Dom St. Nikolai seit Jahren dafür ein, diese „kulturellen Zeugnisse unserer Stadtgeschichte für die Nachwelt zu retten“, so der Greifswalder Historiker.
Eine lohneswerte Sache, findet Restaurator Hofmann, der auf die filigranen, zum Teil farblich gefassten Applikationen verweist. „Weinlaubranken, florale Motive und allerlei mehr Zierrat wurden in Formen, wahrscheinlich Schieferformen, gegossen“, sagt der Experte seines Fachs, dem in diesen Tagen Lisett Loth zur Seite steht. Die junge Frau aus Peenemünde bereitet sich auf das Studium zur Metallrestauratorin vor und zeichnete in den vergangenen Wochen sämtliche Applikationen des Zinnsargs nach — Bestandteil der umfangreichen Dokumentation. Im Januar soll sie vorliegen. Dann wird entschieden, wie mit dem Sarkophag verfahren werden soll.
Petra HASE
Prunksarkophage
In St. Nikolai befinden sich acht prachtvolle Zinnsarkophage, die zwischen 1666 und 1723 entstanden. Lange Zeit wurden sie in den Kapellen V und VII auf der Nordseite aufbewahrt. Im Zuge der Domumgestaltung erfolgte 1987 jedoch eine Bergung — allerdings ohne fachlichen Beistand. Die Särge landeten erst in der Kapelle XX auf der Südseite, zwei Jahre später in der heutigen, benachbarten Scheffel-Lembkeschen Kapelle (XXI). Einige der wertvollen Grablegen haben mittlerweile sehr stark gelitten.
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Presse Griebenow · 13.09.09
Benefiz-Konzert für Schwedisches Kulturerbe in Pommern
Musik aus der Schwedenzeit steht im Zentrum eines Benefizkonzertes in der Schlosskapelle in Griebenow am Sonntag, 13. September, um 15 Uhr.
Benefiz-Konzert für Schwedisches Kulturerbe in Pommern
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Das Greifswalder Ensemble »I Cornetti Pomerani« (Beate Bugenhagen und Immanuel Musäus/Zinken, Matthias Schneider/Orgel) spielt auf historischen Instrumenten frühbarocke Musik des 16. und 17. Jahrhunderts aus Norddeutschland (u. a. Pommern), Italien und den Niederlanden. Bei Zinken (ital. ›Cornetti‹) handelt es sich um historische Blasinstrumente, die im 16. und 17. Jahrhundert von den Stadt- und Hofmusikern auch in dieser Region gespielt wurden. In dem Konzert wird auch das historische Orgelpositiv der Schlosskapelle zu hören sein. Die Einnahmen kommen der in Gründung befindlichen Stiftung Schwedisches Kulturerbe in Pommern sowie dem Aufführungsort zugute. Im Anschluss an das Konzert bietet sich die Möglichkeit, im Schlosscafé Kaffee und Kuchen einzunehmen
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Ostsee-Zeitung Greifswald · Donnerstag, 23. April 2009
Reiseroute zu Denkmalen der Schwedenzeit
Das Land fördert die Dokumentation von Denkmalen der Schwedenzeit. Sie ist Grundlage für eine bessere Nutzung, z. B. im Tourismus.
Reiseroute zu Denkmalen der Schwedenzeit
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Greifswald. Die „Schwedenzeit“ kann ein Alleinstellungsmerkmal unserer Region werden – die Entwicklung einer Reiseroute zu herausragenden Denkmalen der Jahre 1630 bis 1815 ist ein Ziel eines Projektes. Eine Chance, mehr Nordländer nach „Südschweden“ zu holen. Denkmale der Schwedenzeit gibt es viele in der Region. Unihauptgebäude und Hofgericht gehören zu den sehr bekannten Greifswalder Beispielen. Aber auch ein großer Teil der älteren Bürgerhäuser stammt aus dem Barock und damit aus der Schwedenzeit.
Doch was wirklich an Schätzen vorhanden ist, darüber wissen wir zu wenig. Das soll sich ändern. Etwa 109 000 Euro gibt das Land im Rahmen seines Exzellenzförderprogramms für die Dokumentation und touristische Verwertung dieses Kulturerbes. Das Projekt läuft zwei Jahre. „Ich freue mich riesig“, sagt Jens Olesen, Professor für Nordische Geschichte. Er koordiniert das Vorhaben. „Da ist ganz viel Potenzial. Wir wollen Gemeinden sensibilisieren, ihnen zeigen, was es für Schätze bei ihnen gibt.“ Die Bedeutung prachtvoller Bauten wie Schloss Griebenow ist im allgemeinen Bewusstsein verankert. Solche Perlen besser zu präsentieren und zu nutzen, ist ein Ziel. Aber auch auf den ersten Blick weniger auffällige Denkmale bis hin zu Parks dürfen nicht vergessen werden. Schätzungsweise gibt es 10 000 kulturelle Zeugnisse der Herrschaft der Nordländer, eingeschlossen Gebiete, die heute zu Polen gehören. Das verdeutlicht die Ostseeraum-Dimension. „Langfristig wollen wir EU-Fördermittel für gemeinsame Forschungen beantragen“, sagt Prof. Olesen.
Das Projekt kann nur ein erster Schritt sein. Als Modell wurde Ostvorpommern ausgewählt. Dabei können die Forscher an Bestehendes wie die Schwedenstraße anknüpfen. Und vor allem an Aktivitäten des Fördervereins Schwedisches Kulturerbe. Er ist, vertreten durch Ivo Asmus, für das Teilprojekt Dokumentation verantwortlich. „Für uns ist natürlich auch der kulturelle Austausch interessant“, erläutert Prof. Olesen, der das Teilprojekt Kulturgeschichtliche Analyse leitet. Eine virtuelle Rechnersimulation der schwedischen Alltagswelt im Vorpommern der frühen Neuzeit ist ein Ziel.
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Presse 2008
Ostsee-Zeitung Stralsund · Dienstag, 22. Juli 2008
Vortrag über die Schwedenzeit
Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern lädt im Rahmen der Schwedenwoche heute um 19 Uhr in das ABC-Antiquariat in der Badenstraße 44 ein.
Vortrag über die Schwedenzeit
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Stralsund. Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern lädt im Rahmen der Schwedenwoche heute um 19 Uhr in das ABC-Antiquariat in der Badenstraße 44 ein. Zum Thema „Der Fuß auf deutschem Boden … Geschichte Schwedisch-Pommerns im Überblick“ spricht Ivo Asmus, Historiker aus Greifswald.
Der Vortrag will die völkerrechtlichen Grundlagen der schwedischen Herrschaft vorstellen und einen Überblick über die territoriale Entwicklung von Schwedisch-Pommern geben. Die fast 200 Jahre schwedischer Herrschaft haben die Provinz in vielerlei Hinsicht geprägt. Der Vortrag beleuchtet u. a. die Auseinandersetzungen der Landstände mit der neuen Regierung über Verfassung und Steuern sowie die Fragen der Leibeigenschaft. Der Verein will auf das vielfältige kulturelle Erbe aufmerksam machen und für den Erhalt der schwedenzeitlichen Denkmale werben.
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Ostsee-Zeitung · Donnerstag, 17. Juli 2008
Gesichter des Barock in St. Nikolai
Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern lädt morgen um 17 Uhr zu. einer Ausstellungseröffnung in die Nikolaikirche ein.
Gesichter des Barock in St. Nikolai
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Stralsund. Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern lädt morgen um 17 Uhr zu. einer Ausstellungseröffnung in die Nikolaikirche ein. Unter dem Titel „Gesichter des Barock" werden Fotoarbeiten des Greifswalder Kunsthistorikers Detlef Witt zur Barockskulptur in Vorpommern gezeigt. Anwesend sein wird neben Dr. Monika Meyer-Klette, Vorstandsmitglied im Förderverein, auch der Fotograf, der seine Arbeiten vorstellt.
Die „Gesichter des Barock" sind Skulpturen, die sowohl in St. Nikolai als auch in anderen Kirchen der Region zu finden sind. Detlef Witt setzt sie fotografisch in Szene: Das Licht modelliert die Gesichter auf der Fläche der Fotografie, gibt ihnen Räumlichkeit und Lebendigkeit.
Aber auch die Gefährdung der Kunstwerke wird am Detail deutlich: Wurmlöcher, Spinnenweben, Trockenrisse und blätternde Fassungen haben zwar ihren eigenen ästhetischen Reiz, doch nicht der Holzwurm und der Staub drohen diese Werke heute zu zerstören. Es sind die Neufassungen nach Befund, wie sie leider immer noch bei schlechten Restaurierungen vorkommen. „Diese zerstören unwiderruflich die Oberfläche des Originals", erläutert Detlef Witt.
Auch auf solche Probleme will der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern mit dieser interessanten Ausstellung aufmerksam machen und für seine Arbeit zum Erhalt des kulturellen Erbes aus der Schwedenzeit werben.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Leihgaben aus dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege von Mecklenburg-Vorpommern. Die gezeigten Gebrauchsgegenstände geben einen Einblick in die Sachkultur der Barockzeit in Vorpommern. Bei den Exponaten handelt es sich um Fundstücke, die im Rahmen von Bauarbeiten in Stralsund und Greifswald sichergestellt werden konnten. Die Ausstellung ist bis 14. August 2008 in der Stralsunder Kirche St. Nikolai während der Öffnungszeiten zu sehen.
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Ostsee-Zeitung Grimmen · Montag, 30. Juni 2008
Schwedisches Kulturerbe in Griebenow vorgestellt
Eingeladen hatte der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern. Mit seinen Veranstaltungen will der Verein das vielfältige Kulturerbe pflegen, das die Schweden in unserer Region hinterließen.
Schwedisches Kulturerbe in Griebenow vorgestellt
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Griebenow. Ein Vortrag findet an dem Schauplatz statt, um den es im Vortrag geht. Das mag ungewöhnlich sein. Aber so konnten die circa 50 Besucher, die am Freitagabend in den Marmorsaal des Griebenower Barockschlosses kamen, gleich viele Details der baulichen Gestaltung in Augenschein nehmen.
Eingeladen hatte der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern. Mit seinen Veranstaltungen will der Verein das vielfältige Kulturerbe pflegen, das die Schweden in unserer Region hinterließen. Das Griebenower Schloss ist eine dieser sehenswerten Denkmäler. Mit Georg Döll berichtete ein profunder Kenner über die Geschichte des Barockbaus, der im Auftrag des schwedischen Feldmarschalls Carl Gustav Rehnskiöld (1651-1722) errichtet worden war. „Griebenow ist eine der besterhaltenen Gutsanlagen, die wir in Vorpommern haben", betonte Georg Döll. Beschreibungen, wie es in früheren Tagen hier aussah, gibt es. Und sie sind sehr detailliert.
Beispielweise listet eine Beschreibung von 1775, die Michael Clavén transkribierte, die Innenausstattung aus. Damals war noch davon die Rede von dorischen Säulen im „38 Fuß langen, 35 Fuß breiten und 25 Fuß und acht Zoll hohen" Saal. Heute tragen diese die Gestaltungsmerkmale korinthischer Säulen. Mit zahlreichen Fotos stellte Georg Döll die Inneneinrichtung vor, etwa die Gestaltung der Kamine und die Anlage der Raumfluchten. Früher habe es im Schloss eine andere Farbgestaltung gegeben, erläuterte der Experte. Wie das aus gesehen haben mag, hat Anna Lena Larsson 2005 in einer Farbstudie dargestellt – mit Blautönen.
„In Griebenow haben wir eine sehr seltene Dachform, die damals in Schweden üblich war“, erzählte Georg Döll. In Vorpommern gebe es dafür nur noch fünf Beispiele, etwa in Stralsund und Wolgast. Interessant waren die per Foto vorgestellten Vergleiche zu anderen Schlössern und Gutsanlagen. Beispielsweise zu den schwedischen Schlössern Steninge und Sturefors sowie zum Stockholmer Tessin-Palais, Ob Traufgesims oder die Parkanlage – die Fotos zeigten viele Ähnlichkeiten mit Griebenow, das ja – abgesehen vom Schloss – auch über zwei rekonstruierte Meutetürme sowie eine sehenswerte Parkanlage verfügt.
PETER SCHLAG
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Ostsee-Zeitung Grimmen · Donnerstag, 26. Juni 2008
Stadtplaner hält Vortrag zu Gutsanlage
Die Schloss- und Gutsanlage in Griebenow ist Thema eines Vortrages, den Georg Döll, Architekt und Stadtplaner aus Greifswald, am Freitag ab 18 Uhr in Barockschloss halten wird.
Stadtplaner hält Vortrag zu Gutsanlage
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Griebenow Die Schloss- und Gutsanlage in Griebenow ist Thema eines Vortrages, den Georg Döll, Architekt und Stadtplaner aus Greifswald, am Freitag ab 18 Uhr in Barockschloss halten wird.
OZ: Herr Döll, Sie sagen, dass das Griebenower Kulturerbe lange Zeit verkannt war?
Georg Döll: Für das Barockschloss waren zwar schon schwedische Vorbilder für den Bau vermutet worden, jedoch gelang die Einordnung in die schwedische Baugeschichte erst vor wenigen Jahren. Das betrifft zum Beispiel die Dachform, die typisch für Bauten schwedischer Adliger in der zweiten Hälfte des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts ist. Es handelt sich um ein so genanntes Säteri¬Dach, das in Vorpommern sehr selten ist.
OZ: Was ist zur Anlage zu sagen?
Döll: Die Bemühungen zur Erhaltung der Gutsanlagen in Vorpommern sind ebenso noch relativ jung, in der heutigen Breite setzten sie erst um das Jahr 2000 ein. Die Griebenower Anlage ist vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege inventarisiert worden. Es stellte sich dabei heraus, dass die Anlage ungewöhnlich umfangreich erhalten ist.
OZ: Wie viele Mitstreiter hat der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern e.V., dessen stellvertretender Vorsitzender Sie sind?
Döll: Der Verein zählt heute über 50 Mitglieder aus Deutschland, den Niederlanden und Schweden. Aktuell verfolgen wir ein Projekt zur Erfassung schwedischen Kulturerbes im ehemaligen schwedischen Vorpommern. Es geht um Ortsanlagen, Gebäude, Gartendenkmale, Bodendenkmale und Kulturgut. Zu diesem Zweck bemühen wir uns um Förderung.
Interview: C. DRABSCH
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Ostsee-Zeitung Grimmen · Dienstag, 24. Juni 2008
Vortrag zur Gutsanlage Griebenow
Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern e.V. lädt am Freitag (27. Juni) um 18 Uhr in das Schloss Griebenow ein zum Vortrag „Die Schloss- und Gutsanlage Griebenow".
Vortrag zur Gutsanlage Griebenow
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Griebenow Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern e.V. lädt am Freitag (27. Juni) um 18 Uhr in das Schloss Griebenow ein zum Vortrag „Die Schloss- und Gutsanlage Griebenow". Referent ist Georg Döll, Architekt und Stadtplaner aus Greifswald Die Schloss- und Parkanlage in Griebenow ist nach gegenwärtiger Übersicht das bedeutendste bauliche Zeugnis der schwedischen Großmachtzeit im Norden Deutschlands. Die ungewöhnlich vollständig erhaltene gutsherrschaftliche Ortsanlage zeigt die Strukturen der ursprünglichen Anlage.
In seinem Vortrag stellt Georg Döll die Ergebnisse der langjährigen Forschungen dar, zeigt die Bezüge zur Geschichte, zu architektonischen Vorbildern und Parallelen in Schweden auf. Die Forschungsergebnisse bestätigen, dass das Griebenower Kulturerbe lange verkannt war. Beim Vortrag von Georg Döll ist Gelegenheit, am Auffinden von bau-, garten-, und siedlungshistorischer Spuren teilzunehmen. Im Vortrag im Saal wird der Schwerpunkt auf Dingen liegen, die vor Ort nicht sichtbar sind. Nach dem Vortrag erfolgt eine Führung durch die Gutsanlage. Das Schlosscafé ist den ganzen Tag geöffnet, teilen die Veranstalter mit.
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Ostsee-Zeitung Greifswald · Freitag, 20. Juni 2008
Erbe der Schwedenzeit
In Handbüchern wird das Erbe der Schwedenzeit bisher stiefmütterlich behandelt. Bemühungen für eine Änderung laufen.
Erbe der Schwedenzeit
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Greifswald Die ersten Schritte auf dem Weg zur Inventarisierung des schwedischen Kulturerbes sind gemacht. Ein Schatz, dessen Umfang wir bislang nur teilweise kennen. Die Schwedenzeit von 1630 bis 1815, die auch Greifswald gerade im Bürgerhausbau entscheidend prägte, stand bis in die jüngere Vergangenheit nicht im Fokus der Kunsthistoriker.
Ivo Asmus, der Vorsitzende des Fördervereins Stiftung Schwedisches Kulturerbe, nennt zwei Beispiele aktueller Neubewertungen. So stellte sich bei einer Begehung 2007 heraus, dass in Karlsburg auch die barocke Gutsanlage noch erkennbar ist. Die Wolgaster Kaffeemühle (Museum) wurde nach dem gleichen Konzept wie Schloss Griebenow errichtet, ist damit ein klassischer Bau der schwedischen Großmachtzeit. „Traurig war der Abriss des nach 1642 errichteten Gutshauses von Neu Bauhof bei Franzburg“, erinnert Ivo Asmus. Als der in unscheinbarer Hülle verborgene Schatz bekannt wurde, rückte schnell der Abrissbagger an.
Seit zwei Jahren managt Sybille von Raven die Vorbereitungen des eigentlichen Inventarisierungsprojektes. Bei einem Treffen wurden erste Erfolge und weitere Projekte in Zusammenarbeit mit der Universität vorgestellt. „Drei Studenten haben in den schwedischen Matrikelkarten nach Baudenkmälern gesucht“, berichtet Geographieprofessor Reinhard Zölitz-Möller, der das Projekt betreut hat. „Gesucht wurde beispielsweise nach Gutsanlagen, Schanzen, Mühlen und größeren Gebäuden wie Kirchen.“ Diese wurden mit aktuellen Karten verglichen. Manchmal brachte erst der Beschreibungsband Ergebnisse. Auch fürs kommende Semester bietet Prof. Zölitz-Müller wieder so ein Projekt an.
„Studenten sind in ihrer Freizeit die alten Inventare durchgegangen, damit wir einen Überblick über schon Bekanntes erhalten", erzählt Kunsthistorikerin Dr. Jana Olschewski. Diese Arbeiten sind für den einstigen Regierungsbezirk Stralsund (Neuvorpommern) und Usedom im Wesentlichen abgeschlossen. „In den Kirchen ist relativ viel über Innenausstattungen aus der Schwedenzeit bekannt“ erläutert Dr. Olschewski. „Bei den Profanbauten ist das anders.“ Eine Exkursion in Sachen praktischer Baudenkmalpflege führte nach Nehringen an der Trebel mit seiner Barockkirche und dem Gutsensemble der Schwedenzeit. „Dieses Dorf ist ein fast vollständig erhaltenes Bauensemble der Schwedenzeit“, sagt Jana Olschewski. „Mit einem Studenten wollen wir jetzt in Nehringen mit einem dafür erarbeiteten Erfassungsbogen inventarisieren“, berichtet Dr. Olschewski. Und wer das „Schweden-Dorf“ genauer besichtigen will, der ist am Tag des offenen Denkmals richtig. Denn dann öffnet auch der Besitzer des sonst– weil in Privatbesitz – nicht zugänglichen Gutshauses seine Türen.
ECKHARD OBERDÖRFER
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Ostsee-Zeitung Greifswald · Donnerstag, 29. Mai 2008
Ein Meilenstein auf dem Weg zur Sanierung des Domes - Die Rettung der Prunksarkophage
Was Prunk und Reichtum des Schmucks der Sarkophage in der Scheffel-Lembkesche Grabkapelle des Doms betrifft, so müssen diese keinen Vergleich scheuen.
Ein Meilenstein auf dem Weg zur Sanierung des Domes - Die Rettung der Prunksarkophage
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Greifswald. Was Prunk und Reichtum des Schmucks der Sarkophage in der Scheffel-Lembkesche Grabkapelle des Doms betrifft, so müssen diese keinen Vergleich scheuen. Der wohl prächtigste wurde wahrscheinlich für einen Helden der Greifswalder Stadtgeschichte gefertigt: Für den in schwedischen Diensten stehenden Kavalleriegeneral Burchard Müller von der Lühne (1604 bis 1670). Unter seinem Kommando konnte 1659 einer Belagerung durch Brandenburger Truppen widerstanden werden. Der Greifswalder Kunsthistoriker Detlef Witt zählt die Sarkophage zu den kostbarsten Zeugnissen der Trauer- und Begräbniskultur in Mecklenburg-Vorpommern.
Seit 1987 lagern in der Scheffel-Lembkeschen Kapelle vier Särge der Müller von der Lühnes, die Ludwigsburg, Mellenthin und Neetzow besaßen. Ferner stehen hier seit der Domsanierung noch vier schlichtere Sarkophage bedeutender Adliger aus einer zweiten Kapelle. In der Öffentlichkeit sind diese großartigen Kunstwerke so gut wie nicht bekannt, in kunsthistorischen Inventaren sucht man sie meist vergebens. Das mag am katastrophalen Zustand liegen, in dem sich die Zinnsarkophage befinden. Sie wurden zum Teil übereinander gestapelt, Teile des Schmucks lagern in Obstkisten. Eben das wollen die Fördervereine des Dom St. Nikolai zu Greifswald und Schwedisches Kulturerbe in Pommern ändern und die Kunstwerke ins öffentliche Bewusstsein rücken.
Am Dienstag kam erstmals eine Arbeitsgruppe im Dombüro zusammen. Mit dabei unter anderem Pfarrer Matthias Gürtler, Mario Wittkopf und Doreen Geuther vom Dom-Förderverein, Ivo Asmus für den Förderverein Schwedisches Kulturerbe und Detlef Witt, von dem die Anregung für diesen Meilenstein bei der Domsanierung stammt. Bis dahin ist es ein weiter Weg. Noch gibt es keine Kostenschätzung, eine Bestandsaufnahme muss erfolgen, Geldgeber gewonnen, die Denkmalpflege einbezogen werden und nicht zuletzt ist viel ehrenamtliches Engagement nötig... Dass das Ziel erreicht werden kann, hat in jüngster Zeit die Restaurierung der Sarkophage aus der Gruft der Pommernherzöge in Wolgast gezeigt. Und an Prachtentfaltung müssen sich die Greifswalder Sarkophage nicht hinter denen der pommerschen Greifen verstecken. „Wir wollen möglichst einen der Särge zum Tag des offenen Denkmals im September ausstellen", nennt Pfarrer Gürtler einen ersten Schritt. Dann können die Greifswalder und Gäste den unbekannten Schatz bewundern. Die zweite Präsentation soll im Oktober erfolgen. Dann finden die schwedischen Historikertage in Greifswald statt. Organisator Prof. Jens Olesen rechnet mit 350 bis 400 Teilnehmern.
E. Ob.
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Greifswalder Anzeiger · 30. April 2008
Ausstellungseröffnung „Gesichter des Barock“ in Klempenow
Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern e.V. lädt ein zur Ausstellungseröffnung am 10. Mai im neuen Westflügel der Burg Klempenow.
Ausstellungseröffnung „Gesichter des Barock“ in Klempenow
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Greifswald – Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern e.V. lädt ein zur Ausstellungseröffnung am 10. Mai im neuen Westflügel der Burg Klempenow.. Unter dem Titel „Gesichter des Barock" werden Fotoarbeiten des Greifswalder Kunsthistorikers Detlef Witt zur Barockskulptur in Vorpommern gezeigt. Eröffnet wird die Ausstellung um 15.30 Uhr durch den Historiker Ivo Asmus, dem Vorstandsvorsitzenden des Fördervereins. Auch der Fotograf wird anwesend sein und seine Arbeiten vorstellen.
Unter den dargestellten Gesichtern von Engeln, alt- und neutestamentlichen Gestalten finden sich viele Skulpturen des Stralsunder Bildhauers Elias Keßler. Er schuf im Gebiet des ehemaligen Schwedisch-Pommern zwischen 1710 und 1730 Skulpturen von wahrhaft barocker Kraft und Bewegung, die keinen Vergleich mit der Hochkunst der Zeit zu scheuen brauchen. Keßlersches Schaffen ragt heraus aus einer Fülle eher handwerklicher Arbeiten, und man meint bei ihm eine Schulung an europäischer Spitzenkunst zu spüren. Das Licht modelliert die Gesichter auf der Fläche der Fotografie, gibt ihnen Räumlichkeit und Lebendigkeit.
Aber auch die Gefährdung der Kunstwerke wird am Detail deutlich: Wurmlöcher, Spinnenweben, Trockenrisse und blätternde Fassung haben zwar ihren eigenen ästhetischen Reiz, doch „nicht der Holzwurm und der Staub drohen diese Werke heute zu zerstören. Es sind die Neufassungen 'nach Befund', wie sie leider immer noch bei sogenannten 'Restaurierungen' vorkommen. Diese zerstören unwiderruflich die Oberfläche des Originals", erläutert Detlef Witt.
Auch auf solche Probleme will der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern mit dieser Ausstellung aufmerksam machen und für seine Arbeit für den Erhalt des kulturellen Erbes aus der Schwedenzeit werben. Die Ausstellung ist bis 26. Juni 2008 auf Burg Klempenow zu sehen.
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Ostsee-Zeitung Stralsund · Freitag, 18. April 2008
Wo Schwedens König Pommern betrat
Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern, die Volkshochschule Stralsund und die Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst laden am Dienstag, dem 22. April, 19 Uhr, zu einem Vortrag in die Volkshochschule Stralsund.
Wo Schwedens König Pommern betrat
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Stralsund. Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern, die Volkshochschule Stralsund und die Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst laden am Dienstag, dem 22. April, 19 Uhr, zu einem Vortrag in die Volkshochschule Stralsund. Thema: Rügen oder Usedom – was wir heute über die Landung Gustavs II. Adolf wissen. Referent ist Ivo Asmus, Historiker aus Greifswald.
In der Literatur gibt es unterschiedliche Darstellungen zur Landung des schwedischen Königs Gustavs II. Adolf 1630 in Pommern. Sie markiert den Beginn der fast 200-jährigen Herrschaft der Schweden über Pommern. Sind er und seine Truppen tatsächlich direkt in Peenemünde an Land gegangen? Was spricht für die Version, dass die Flotte zunächst vor Rügen Anker geworfen und der König gar die Insel betreten hat?
Der Historiker Ivo Asmus aus Greifswald stellt in seinem Vortrag die verschiedenen Schilderungen aus der neueren und älteren Literatur vor. Anhand alter Drucke und zeitgenössischer Quellen geht er der Frage nach, was den Zeitzeugen über dieses bedeutende Ereignis bekannt war und wie darüber berichtet wurde.
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Grimmener Anzeiger · 27. März 2008
Vortrag zur Architektur in Pommern am 30. März im Schloss Griebenow
Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern e.V. lädt am Sonntag, den 30. März um 15.00 Uhr in das Schloss Griebenow zum Vortrag „Kirchliche Zentralbauten in Pommern" ein.Vortrag zur Architektur in Pommern am 30. März im Schloss Griebenow
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Griebenow - Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern e.V. lädt am Sonntag, den 30. März um 15.00 Uhr in das Schloss Griebenow zum Vortrag „Kirchliche Zentralbauten in Pommern" ein. Referentin ist Dr. Jana Olschewski, Kunsthistorikerin aus Katzow.
Die Kulturlandschaft Pommerns prägen rechteckige Kirchen und Kapellen aus Feldstein und Backstein maßgeblich mit. Zentralbauten, zu denen u. a. Anlagen über achteckigem oder kreisförmigem Grundriss gehören, spielen in der Geschichte des pommerschen Kirchenbaus nur eine geringe Rolle. Sie treten aber in fest bestimmbaren Zeitabschnitten immer wieder auf. Diese „Bauphasen" werden im Vortrag anhand zahlreich bebilderter Beispiele dargestellt und ihre religiösen und geschichtlichen Zusammenhänge erläutert.
Als Ergänzung ist eine Führung von Detlef Schnell vom Verein Barockschloss zu Griebenow e.V. in der Kapelle in Griebenow vorgesehen. Mit seiner Grundform bildet der schöne fünfzehnseitige Fachwerkbau eine Ausnahme unter den kirchlichen Zentralbauten in Pommern. Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern will mit seiner Vortragsreihe auf das vielfältige kulturelle Erbe aus der Schwedenzeit aufmerksam machen und mit seiner Arbeit für den Erhalt der schwedenzeitlichen Denkmale werben.
Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern e.V.
Brinkstraße 20
17489 Greifswald
Tel.: 03834 898359
Fax: 03834 898384
E-Mail: verein@schwedisch-pommern.org
Internet: www.schwedisch-pommern.org
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Presse 2007
Ostsee-Zeitung · Mittwoch, 12. Dezember 2007
Barock muss nicht immer glänzen
„Gesichter des Barock". Das müssen nicht immer die pausbäckigen, goldglänzenden Barockengel sein, die flötend im Kirchenhimmel schweben.
Barock muss nicht immer glänzen
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Grimmen. „Gesichter des Barock". Das müssen nicht immer die pausbäckigen, goldglänzenden Barockengel sein, die flötend im Kirchenhimmel schweben. In der neuen Sonderausstellung im Grimmener Wasserturm kommen die „Gesichter des Barock" eher norddeutsch-herb daher. Der Greifswalder Kunsthistoriker Detlef Witt hat für diese Ausstellung in den Kirchen unserer Region viele interessante Motive gefunden. Skulpturenköpfe, die Geschichte verkörpern und ausstrahlen. Teils haben die Jahrhunderte Risse ins Holz gegraben. Manchmal hat auch der Holzwurm Fressorgien gefeiert. Doch gerade die Spuren der Jahrhunderte zeigen deutlich, welch interessantes barockes Erbe unsere Region hat — und wie wichtig es ist, sich um dieses Erbe zu kümmern. Deshalb ist die Sonderschau auch damit verbunden, über die „Stiftung Schwedisches Kulturerbe in Pommern" zu erzählen. Den Förderverein gibt es seit 2002. Gegründet wurde er an einem geschichtsträchtigen Ort, im Barockschloss von Griebenow. Das wurde erbaut, als die Schweden hierzulande herrschten, von 1630 bis 1815. „Mittlerweile hat der Verein mehr als 50 Mitglieder-, erzählt Dr. Monika Meyer-Klette. Zu ihnen gehören unter anderem Historiker und Architekten. Ziel des Vereines ist es, sich für Erforschung und Bewahrung des schwedischen Kulturerbes zu engagieren. Vor allem verkörpert in zahlreichen Schlössern und Kirchen Vorpommerns. Aber auch das Hauptgebäude der Greifswalder Universität, das Gutshaus in Nehringen und der Fräuleinstift in Barth sind bauliche Erinnerungen an jene Zeit, in der Schweden in Vorpommern herrschten.
In der Fotoschau im Wasserturm sind Engel sowie alt- und neutestamentliche Figuren dargestellt. Viele von ihnen gehen auf Elias Keßler zurück. Der Stralsunder Bildhauer hat im Gebiet des damaligen Schwedisch-Pommern zwischen 1710 und 1730 viele Skulpturen geschaffen, mit barocker Kraft und Bewegung. Detlef Witt sieht seine Fotos nicht als Objektdokumentationen. „Sondern sie sind überarbeitete Momentaufnahmen", sagt er. Reduziert auf Licht und Schatten. Das verdichte Kontraste und verstärke die Mimik.
Die Ausstellung im Wasserturm ist bis Februar 2008 zu sehen.
P. S.
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Ostsee-Zeitung Grimmen und Umgebung · 06. Dezember 2007
Sonderschau zeigt Gesichter des Barock
Im Grimmener Wasserturm wird heute um 17 Uhr eine neue Sonderausstellung eröffnet.
Sonderschau zeigt Gesichter des Barock
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Grimmen. Im Grimmener Wasserturm wird heute um 17 Uhr eine neue Sonderausstellung eröffnet. Für die OZ sprach Peter Schlag darüber mit Sibylle von Raven vom Förderverein „Schwedisches Kulturerbe in Pommern", der die Ausstellung präsentiert:
OZ: Was steht bei der neuen Sonderschau im Mittelpunkt?
Sibylle von Raven: Die Ausstellung trägt den Titel „Gesichter des Barock" und zeigt Fotoarbeiten des Greifswalder Kunsthistorikers Detlef Witt. Insgesamt werden circa 30 Fotos hier im Wasserturm ausgestellt.
OZ: Wo sind diese entstanden?
von Raven: Häufig zeigen sie Arbeiten des Stralsunder Bildhauers Elias Keßler aus dem 18. Jahrhundert. Die Motive finden sich in zahlreichen Dorfkirchen unserer Region, zum Beispiel in Semlow, Groß Mohrdorf und in Bodstedt.
OZ: Warum widmet sich der Förderverein gerade diesem Thema?
von Raven: Zu jener Zeit gehörte unsere Region ja zu Schwedisch-Pommern. Mit der Ausstellung wollen wir auch auf unsere Tätigkeit als Verein aufmerksam machen, der sich um das schwedische Kulturerbe in der Region und dessen Erhalt kümmert.
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Nordkurier Anklamer Zeitung · Freitag, 17. August 2007
„Kulturgüter für die Zukunft erhalten" Für den Erhalt schwedischer Kulturdenkmäler in der Region engagiert sich ein Förderverein.
Die Mitglieder des Fördervereins Schwedisches Kulturerbe in Pommern haben es sich zur Aufgabe gemacht, einen Beitrag zum Erhalt des schwedischen Kulturerbes zu leisten.
„Kulturgüter für die Zukunft erhalten" Für den Erhalt schwedischer Kulturdenkmäler in der Region engagiert sich ein Förderverein.
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Broschüre liefert Grundinformationen über Geschichte und Vorhaben
OSTVORPOMMERN (UR). Die Mitglieder des Fördervereins Schwedisches Kulturerbe in Pommern haben es sich zur Aufgabe gemacht, einen Beitrag zum Erhalt des schwedischen Kulturerbes zu leisten. „Einer unser wichtigsten Arbeitsschwerpunkte ist die Katalogisierung der Baudenkmale aus der Zeit der schwedischen Herrschaft 1630 bis 1815", erklärt Vorstandsvorsitzender Ivo Asmus in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Die Mitglieder des Vereins, derzeit sind es 46, treffen sich regelmäßig an baulichen Zeugnissen aus der Schwedenzeit, um sich vor Ort mit deren Geschichte und gegenwärtigem Zustand vertraut zu machen. Unter anderem kamen sie auf dem Gelände des Wasserschlosses Mellenthin auf der Insel Usedom zusammen. Im Rahmen des Usedomar Musikfestivals 2006 leitete der Vorsitzende, der auch Mitglied der Historischen Kommission für Pommern ist, eine Bustour unter dem Motto Auf den Spuren schwedischer Geschichte".
Für die Inventarisierung derzeit zuständig ist Sibylle von Raven, die über eine Projektstelle für den Verein tätig ist. Darüber hinaus bemüht sie sich auch, Stifter für die gleichnamige Bürgerstiftung zu gewinnen. „Wir wollen eine Bürgerstiftung ins Leben rufen, damit ein finanzielles Fundament für den Erhalt des schwedischen Kulturerbes geschaffen wird", erklärt der Historiker Ivo Asmus. Gegenwärtig ist die Projektmanagerin gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern auch mit der Erarbeitung einer Broschüre beschäftigt, die potenzielle Stifter auf die Vereinsarbeit aufmerksam und für das gemeinsame Ziel interessieren soll. Schon in den nächsten Wochen wird das rund 36 Seiten umfassende Heft erscheinen. In Schrift und Bild informiert das Papier über Baudenkmale aus der Schwedenzeit, wie über das Haus des heutigen Stadtmuseums Wolgast, die einstige Schwedenschanze Sauzin auf der Insel Usedom sowie über die Schlösser Karlsburg (Ostvorpommern), Griebenow (Nordvorpommern) oder Kartzitz und Spycker auf der Insel Rügen.
„Die Broschüre liefert Grundinformationen über die Schwedenzeit, sie soll Interessierten die Möglichkeit geben, vertiefend nachzulesen und sie schließlich motivieren, sich gemeinsam mit uns für den Erhalt dieser historischen Zeugnisse zu engagieren", sind sich die Macher einig. Schließlich habe die einstige Großmacht Schweden in Pommern zahlreiche Spuren hinterlassen, die es in Teilen noch zu entdecken gilt und „die dringend unsere Aufmerksamkeit und finanzielle Zuwendung benötigen, wenn auch in Zukunft unsere Geschichte für uns greifbar bleiben soll", ist der Historiker überzeugt. Zu haben ist das Heft in Greifswalder Buchhandlungen sowie in Stadtinformationen der Region.
Der Vereinsvorsitzende und seine Mitstreiter - unter ihnen Stadtplaner, Bauforscher, Historiker, Architekten, Bürger, die nicht mehr beruflich aktiv sind - haben sich 2002 zusammen gefunden und den Verein gegründet (wir berichteten). Schirmherrin des Vereins ist übrigens die Botschafterin Schwedens in Deutschland, Ruth Jacoby. Geplant ist, sie zu einer der nächsten Mitgliederversammlungen einzuladen, um sie vor Ort über den aktuellen Stand der umfangreichen Vereinsarbeit zu informieren.
Wer mehr Informationen benötigt, Mitglied oder Stifter werden möchte, kann ab sofort unter 03834 89 83 59 Kontakt aufnehmen.
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Ostsee-Zeitung · 8. Mai 2007
Schwedisches Erbe wird erforscht
167 Jahre gehörte Vorpommern zu Schweden — eine Zeit, aus der viele Kulturdenkmäler stammen. Ein länderübergreifendes Projekt will diese nun erfassen.
Schwedisches Erbe wird erforscht
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Von CONSTANTIN BINDER
Greifswald. Die Schlösser in Karlsburg und Griebenow gehören ebenso dazu wie das Hauptgebäude der Greifswalder Uni, das Trauzimmer im Rathaus der Universitäts- und Hansestadt oder eine alte Verteidigungsanlage bei Peenemünde – das kulturelle Erbe der „Schwedenzeit" in der Region ist vielfältig. 1630, im Dreißigjährigen Krieg, landete der schwedische König Gustav 11. Adolf auf Usedom und vertrieb die kaiserlichen Truppen aus Pommern. Nach Kriegsende 1648 wurde die Region im Westfälischen Frieden von Osnabrück und Münster geteilt: Das so genannte „Hinterpommern" fiel an Brandenburg, während Schweden ganz Vorpommern und Rügen, das Mündungsgebiet der Oder und einen Streifen östlich der Oder erhielt. Dieses Gebiet, in dem die Schweden überwiegend als Befreier begrüßt worden waren, blieb bis zur Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress 1815 eine (immerhin relativ autonome) schwedische Provinz und erlebte, trotz einiger Kriege und Gebietsverluste, insgesamt einen beachtlichen Aufschwung.
Von dieser (rechnet man die Besatzungszeit zwischen 1630 und 1648 hinzu) 185 Jahre dauernden Zeit zeugen noch heute zahlreiche Bau- und Kulturdenkmäler. Bislang fehlt allerdings eine umfassende systematische Auflistung dieses schwedischen Erbes – wohl auch, weil ihm in der Vergangenheit wenig Beachtung geschenkt wurde, wie Georg Döll vom Förderverein Schwedisches Kulturgut in Pommern mit Sitz in Greifswald beklagt. Döll und seine Mitstreiter wollen die Baudenkmale aus der Schwedenzeit deswegen nun erstmals erfassen und erforschen – und damit einen Beitrag zu deren Erhalt leisten.
Auf einer Arbeitstagung stellten Historiker, Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Tourismusexperten aus Deutschland, Polen und Schweden kürzlich erste Ideen und Pläne zur Inventarisierung des schwedischen Kulturerbes in Pommern vor. Dabei wurde schnell deutlich, dass das Projekt nur über einen längeren Zeitraum realisierbar ist: Sieben bis zehn Jahre, so schätzt Georg Döll, wird die vollständige Erfassung des schwedischen Kulturerbes in Anspruch nehmen. Dabei soll schrittweise anhand der Landkreise vorgegangen werden; Zwischenberichte in gedruckter Form sind ebenfalls geplant. In einem ersten Schritt ermittelten die Arbeitsgruppen auf der Tagung bereits, welche Zeugnisse des schwedischen Kulturerbes Schwerpunkte der Inventarisierung sein sollen; zudem erörterten die Teilnehmer Möglichkeiten der Kulturdenkmäler. Unterstützung fand der Förderverein, der zu der Tagung geladen hatte, dabei vom Lehrstuhl für Nordische Geschichte am Historischen Institut der Universität Greifswald und dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege, die beide eine weitere Zusammenarbeit anboten. Und auch im Ausland stößt das Vorhaben auf Zustimmung: So übernahm die schwedische Botschafterin in Deutschland, Ruth Jacoby, die Schirmherrschaft für das Projekt.
Wichtigstes Anliegen des Fördervereins (und damit zugleich Hauptziel der Inventarisierung) sei es, so Döll, ein „Bild dieser Zeit" erfahrbar zu machen. Da Teile des einstigen Schwedisch-Pommerns heute in Polen liegen, sei eine internationale Zusammenarbeit dabei unumgänglich: „Wir werden sicher auch Baudenkmäler in Polen erfassen, und wir werden sicher in schwedischen Archiven forschen müssen", skizziert Döll das weitere Vorgehen. Bevor aber die ersten „Inventarisierungsbögen" ausgefüllt werden können, müssen zunächst noch die Finanzierung und der exakte Zeitplan abgesichert werden. In spätestens einem Jahr wollen die Forscher aber bereits erste Ergebnisse auswerten, um das weitere Vorgehen bei Bedarf noch besser abzustimmen. Am Ende der Inventarisierung soll dann ein umfassender Abschlussbericht erscheinen.
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Greifswalder Stadtblatt · Mittwoch, 11. April 2007
Informationen aus der Universität - Auftakttagung zum Schwedischen Kulturerbe in Greifswald
Am 27. und 28. April findet an der Ernst-Moritz-Arndt Universität in Greifswald die Auftakttagung zur Zukunft des Schwedischen Kulturerbes statt.
Informationen aus der Universität - Auftakttagung zum Schwedischen Kulturerbe in Greifswald
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Am 27. und 28. April findet an der Ernst-Moritz-Arndt Universität in Greifswald die Auftakttagung zur Zukunft des Schwedischen Kulturerbes statt. Der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern e. V. lädt gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Nordische Geschichte am Historischen Institut der Universität Greifswald und dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege zu dieser Arbeitstagung ein. Ziel des Fördervereins ist es, erstmals umfassend die schwedenzeitlichen Baudenkmale in Pommern (1630 – 1815) zu erfassen und zu erforschen, um einen Beitrag für deren Erhält zu leisten. Auch die Möglichkeiten einer touristischen Nutzung sollen eruiert werden.
Auf der Tagung werden Historiker, Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Touristiker die Grundlagen des von der EU und dem Land Mecklenburg-Vorpommern geförderten Inventarisierungsprogramms erarbeiten. Es werden auch Teilnehmer aus Schweden und Polen erwartet. Die Tagung wird von der Stadt Greifswald, dem Landkreis Ostvorpommern, der Kulturreferentin am Pommerschen Landesmuseum, dem Schwedenkontor und der RIEMSER Arzneimittel AG unterstützt.
„Erstaunlich ist, dass noch so Vieles unentdeckt ist", so der Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Ivo Asmus. „Hinter unscheinbaren Fassaden verbergen sich zum Teil Häuser aus dem 18. Jahrhundert, vielleicht mit baulichen Besonderheiten. Mächtige Wall- und Schanzanlagen wurden im 19. Jahrhundert zum Teil zu Parks umgestaltet, andere sind kaum noch unter wildem Bewuchs erkennbar." Neben dem Projekt der Inventarisierung hat sich der Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern e. V. die Gründung einer gleichnamigen Stiftung zur Aufgabe gemacht. Diese soll dem Erhalt der schwedenzeitlichen Baudenkmale dienen. „Wenn wir wirklich etwas bewirken wollen, brauchen wir das Engagement vieler Bürger," so Ivo Asmus „und jeder Beitrag bringt uns ein Stück weiter, das kulturelle Erbe in unserer Heimat zu bewahren."
Das Tagungsprogramm steht als pdf-Datei auf der Internetseite www.schwedisch-pommern.org zum Herunterladen zur Verfügung. Weitere Informationen erhalten Sie beim:
Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern e. V.
Brinkstraße 20
17489 Greifswald
Tel.: 03834 898359
Fax: 03834 898384
E-Mail: verein@schwedisch-pommem.org
Internet: www.schwedisch-pommem.org
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Ostsee-Zeitung Greifswald und Umgebung · Freitag, 23. März 2007
Pommern wollen ihr schwedisches Erbe erfassen
Um die Zukunft des Schwedischen Kulturerbes in Vorpommern geht es am 27. und 28. April in Greifswald.
Pommern wollen ihr schwedisches Erbe erfassen
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Greifswald. Um die Zukunft des Schwedischen Kulturerbes in Vorpommern geht es am 27. und 28. April in Greifswald. Historiker, Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Touristiker wollen sich auf Grundlagen für eine umfassende Inventarisierung der schwedischen Baudenkmale in Pommern (1630-1850) einigen. Zu der vom Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern, dem Lehrstuhl für Nordische Geschichte am Historischen Institut der Universität Greifswald und dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege ausgetragenen Veranstaltung werden auch Teilnehmer aus Schweden und Polen erwartet. Die EU und das Land Mecklenburg-Vorpommern fördern die geplante Erfassung und Erforschung schwedischer Baudenkmale. Auf der Tagung soll auch ausgelotet werden, inwieweit diese touristisch zu nutzen wären. Die Tagung wird von der Stadt Greifswald, dem Landkreis Ostvorpommern, der Kulturreferentin am Pommerschen Landesmuseum, dem Schwedenkontor und der Riemser Arzneimittel AG unterstützt. „Erstaunlich ist, dass noch so Vieles unentdeckt ist“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Fördervereins, Ivo Asmus, im Vorfeld des Treffens. „Hinter unscheinbaren Fassaden verbergen sich zum Teil Häuser aus dem 18. Jahrhundert, vielleicht mit baulichen Besonderheiten. Mächtige Wall- und Schanzanlagen wurden im 19. Jahrhundert zum Teil zu Parks umgestaltet, andere sind kaum noch unter wildem Bewuchs erkennbar.“
Neben der Inventarisierung hat sich der Förderverein Schwedisches Kulturerbe die Gründung einer gleichnamigen Stiftung zur Aufgabe gemacht. Diese soll dem Erhalt der schwedenzeitlichen Baudenkmale dienen. „Wenn wir etwas bewirken wollen, brauchen wir das Engagement vieler Bürger“, so Asmus.
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Presse 2006
Ostsee-Zeitung Greifswald und Umgebung · Freitag, 24. November 2006
Erbe der Schwedenzeit soll inventarisiert werden
Der 2002 gegründete Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern will gemeinsam mit Landesbehörden der Denkmalpflege und wissenschaftlichen Institutionen in Polen, Schweden und Deutschland das erhaltene bauliche und kulturelle Erbe der Schwedenzeit inventarisieren.
Erbe der Schwedenzeit soll inventarisiert werden
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Greifswald Der 2002 gegründete Förderverein Schwedisches Kulturerbe in Pommern will gemeinsam mit Landesbehörden der Denkmalpflege und wissenschaftlichen Institutionen in Polen, Schweden und Deutschland das erhaltene bauliche und kulturelle Erbe der Schwedenzeit inventarisieren. Die Europäische Union finanziert die Stelle der Projektkoordinatorin Sibylle von Raven, informierte der Vorsitzende des Fördervereins, Ivo Asmus.
Der Verein sieht in der besseren Erschließung dieses kulturellen Erbes Chancen für den Fremdenverkehr gerade in strukturschwachen Gebieten beiderseits der Oder. Im April 2007 soll eine erste Arbeitstagung in Verbindung mit dem Lehrstuhl für Nordische Geschichte stattfinden.
„Man kann davon ausgehen, dass Schweden als Großmacht im 17. und frühen 18. Jahrhundert seine Provinz Pommern kulturell stark beeinflusst hat“, so der Historiker. „Im Detail ist wenig bekannt, weil Zeugnisse des schwedischen Kulturerbes wenig beachtet wurden.“ Immerhin begann die schwedische Herrschaft in Pommern 1630 und währte in Teilen 180 Jahre. Nördlich der Peene entstand faktisch die gesamte barocke Architektur in diesem Zeitraum. Ivo Asmus widersprach in diesem Zusammenhang Äußerungen von Dr. Norbert Buske, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für pommersche Kirchengeschichte. Dieser hatte unter Berufung auf die erst 1806 erfolgte Einführung der schwedischen Verfassung nur von einer sehr kurzen Schwedenzeit gesprochen, weil Vorpommern bis zu diesem Zeitpunkt Teil des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation gewesen sei. Asmus beruft sich auf das Lehnsrecht. „Es waren schwedische Untertanen, die Landstände schworen ihm den Treueid und die Menschen sahen sich als brave Schweden.“ Der derzeit etwa 40 Mitglieder zählende Verein strebt die Gründung einer Stiftung durch die mit Schwedisch-Pommern verbundenen Länder Polen, Schweden und Deutschland an.
E. Ob.
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